Haselmäuse in der Knicklandschaft

der Hüttener Berge


Die Ausgangssituation

Möchte man als Tourist oder Einheimischer die Hüttener Berge erkunden, weist das Symbol einer unternehmungslustigen Haselmaus den Weg entlang unzähliger Rad-und Wanderrouten. Zielsicher scheint das Maskottchen des Naturparks Hüttener Berge jeden Winkel in Wald, Feld und Flur zu kennen. Doch der Schein trügt: Laut Atlas der Säugetiere ist die Haselmaus in den Hüttener Berge in den letzten Jahren nicht entdeckt worden. Um diesen Zustand zu ändern, hat der Verein zur Förderung des Umweltschutzes und der Landschaftspflege im Raume des Naturpark Hüttener Berge die Initiative ergriffen und an geeigneten Stellen Nisthilfen aufgehängt.

Erste Versuche aus Pappe und Holz

Die Landschaft in den Hüttener Bergen stellt mit ihren Waldrändern und Knicks ein optimales Biotop für die Haselmaus dar. Ein erster Versuch mit kleinen, abnehmbaren Nisthilfen wurde im Jahr 2011 großräumig im Naturpark angelegt. Der Erfolg ließ jedoch auf sich warten. Leider konnte in keiner der Nisthilfen eine Haselmaus entdeckt werden, sodass der Versuch vorerst scheiterte.

Haselmauskasten 2.0

Das neue Modell ist ein größerer und massiver Holzkasten. Anders als jedoch bei einem Nistkasten für Vögel befindet sich das Einschlupfloch nicht an der Kastenvorderseite, sondern auf der Rückseite. Die Kästen werden in zwei bis drei Meter Höhe bündig zur Baumrinde angebracht. So können die Haselmäuse, sofern sie sich in die Hüttener Berge verirren sollten, an der Rinde hinauf klettern und dann in den Kasten schlüpfen. Gleichzeitig schützt die neue Bauweise vor Räubern. Neben guten Knickstrukturen und darin enthalteten Haselsträuchern ist es außerdem sehr wichtig, einen trockenen und warmen Standort für die Kästen auszuwählen. Der VFUL möchte nun bei Kontrollen im Juni und im September abwarten, ob tatsächlich eine Haselmaus den Weg in eine der neuen Nisthilfen findet.